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vom Hohen Meißner

Streit um Frau Holle
Im Werra-Meißner Kreis 
erregen sich die Gemüter

 

Die Frau Holle Figur am Frau Holle Teich 

Die Frau Holle Figur von Viktor Donhauser am Frau Holle Teich
Aus einem Holzstamm fertigte der Bildhauer Viktor Donhauser mit seinem Sohn Ilja die
3,15m hohe Figur der Frau Holle. Und wer mit Viktor Donhauser spricht und die Entstehung seiner Werke erlebt weiß, dass hier nicht wirtschaftliches Kalkül an 1. Stelle steht. "Frau Holle war schon vorher da - im Stamm. Ich habe sie nur befreit und

herausgebildet."Die gewellten Formen am Fuß der Skulptur sind naturbelassen und ware

n bereits am Stamm bereits vorhanden. Die Donhausers nahmen die Formen auf und schufen eine anmutige junge Frau mit einem wallenden Kleid in leichter Vorwärtsbewegung. So wirkt die Skulptur trotz ihrer Größe und Mächtigkeit graziös, fast schwebend.

Der Naturpark-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi erläuterte im Juli 2004 bei der Enthüllung, dass man eine Darstellung der Frau Holle als ursprüngliche Gottesgestalt gewählt habe, also eine schöne weißhäutige Frau, die gerade dem Bade entsteigt.

Das ihr in die rechte Hand gegebene Kissen sei Zugeständnis zu dem, was später zu dem Mythos hinzukam.

Der Platz am Frau -Holle-Teich sei schon in vorchristlicher Zeit zentraler Verehrungsort für eine Erd- und Muttergottheit gewesen - so der Meißner-Experte Dr. Karl Kollmann (Eschwege).

Finanziert wurde das Kunstwerk von dem Hamburger Kaufmann Jürgen Stephan, der das Handelshaus Toepfer International leitet und als "Fan" des Hohen Meißners bereits andere Projekte unterstützt hat.

War es bis dahin lange Zeit ruhig um Frau Holle, so erregt sie nun wieder die Gemüter der Menschen. Die Skulptur Frau Holle findet Bewunderer, wie auch radikale Gegner. Höhepunkt war die teilweise Zerstörung der Figur. Binnen 2 Monaten interessierten sich die Medien in ganz Deutschland für die Skulptur und die Wiedererweckung eines Mythos, der nie ganz verloren ging.