Die Rehabilitation der Querdenker
Es hat viele Jahre unserer Forschungsarbeit und vor Ort Überzeugungsarbeit gebraucht, zu erreichen, dass nun wirklich Licht in das Dunkel um das sogen. Märchen der Frau Holle kommt. Für die Brüder Grimm war die Sammlung der Volkserzählungen, so wie es richtig heißen muss, der Weg der Erforschung der Deutschen Frühgeschichte. Sie, Jakob und Wilhelm, hatten dabei mit den größten Problemen zu kämpfen, schließlich entsprachen die Ergebnisse ihrer Entdeckungen nicht dem Sinne der Kirche und den Fürsten und Grafen, die "von Gottes Gnaden" ihre Rechte ableiteten. Man vertrieb sie, man verachtete sie und sie zehrten teilweise am Hungertuch. Städte und Orte, die sie heute werblich vereinnahmen, haben sie in Zeiten größter persönlicher Not verachtet und fallen lassen. Das ist die Wahrheit. Wer die Wahrheit wissen möchte, sollte das bis vor kurzem auf dem Index stehende Hauptwerk von Jakob Grimm lesen. In seiner Vorrede (43 Seiten) rechnet Jakob Grimm mit dem Establishment, der Kirche und den Fürsten ab. Hier lernen Sie die Grimms wirklich kennen, denn das sind ihre eigenen Worte.
Jakob Grimm wollte gar nach Finnland auswandern. Ihre spätere - bis heute - Verherrlichung ist eine reine Farce.
Es sind etliche andere durchaus vernünftige Menschen gewesen, die in späteren Jahren auf gleiche Gedankengänge und durch Besuche vor Ort zu anderen Ergebnissen, als dem reinen Märchen kamen. Auch sie wurden bekämpft und lächerlich gemacht.
Uns erging dies ebenso. Unser Lebensweg ist keinesfalls rechts, national oder "braun" ausgerichtet, so wie dies eine angebliche Elite der Region verbreitet hat. 200 Jahre nach den Brüder Grimm haben wir für alle eine Rehabilitation erreicht. Man kann an diesem Gedankengut und Fakten nicht mehr vorbei. 5 Jahre nach Beginn unserer Forschungen, nachdem wir den Städten und dem Kreis immer wieder die unglaubliche Geschichte der Region versucht haben zu vermitteln, schließt man sich nun diesem Wissen an.... man hat dies alles nun schon wieder vorher gewusst.
Wilhelm und Jakob Grimm würden sich ob dieser Wendehälse im Grabe umdrehen.
Zeitungsartikel vom 02.03.2011

Zeitungsartikel vom 21.10.2009

Uns fällt ein, so singen die Prinzen:
Denn das ist alles nur geklaut,
das ist alles gar nicht meine,
das ist alles nur geklaut,
doch das weiß ich nur ganz alleine,
das ist alles nur geklaut
und gestohlen,
nur gezogen
und geraubt.
Entschuldigung, das hab' ich mir erlaubt.
Rehabilitation der Hexen (Holle-Frauen)
Erstmals scheint nach 1.500 Jahren die Zeit gekommen, da man sich mit der Geschichte der Holle-Frauen, den weisen Frauen, die nach 743 zu Hexen gestempelt, verfolgt, gequält und getötet wurden aus einander zu setzen. So wurden im Jahr 2007 in einem Gottesdienst in Eschwege die vermeintlichen Hexen, die auf schlimme Art und weise gerichtet und verurteilt wurden, um Verzeihung gebeten. Im gleichem Jahr sah man friedlich vereint, anlässlich der 800jahr Feier des Dorfes Reichenbach unterhalb des Meißners, die bischöfliche Fahne am Turm der Klosterkirche und wenige Meter davor die Fahne der Frau Holle, friedlich im Winde wehen.
Rehabilitation der verbrannten Hexen von Eschwege

Das Hexen-Häuschen
Die Kirche hat gerichtet
Wohl wenigen "Insidern" war bewusst, welches geschichtliche Ereignis am September 2007 im kleinen Dorf Reichenbach am Fuße des Hohen Meißners stattfand.Anläßlich der 800Jahrfeier der Schenkung des Klosters Reichenbach an den deutschen Ritterorden trafen hier die "Enkel" derjenigen aufeinander, die einst Totfeinde im Sinne des Wortes waren: Vertreter der Kirche (u.a. der Provinzrat des deutschen Ordens Pater Laurentius Meißner und der Bischof der evangel. Kirche Dr. Martin Hein) und bekennende Holle-Frauen aus dem Meißner-Land.Beide hatten auch Ihre Flaggen gehisst- Frau Holle vor der Kirche, die Bischofs-Flagge an der Kirche. Die Zeichen beider waren unübersehbar und beide "Gruppen" präsentierten ihre Leistungen und Möglichkeiten in ihrem (finanziellen) Rahmen.
1.Provinzrant Pater Laurentius Meißner OT |
|
Das Bild unten rechts auf der abgebildeten Pinnwand ist das Foto einer "Steinspirale" de Holle-Frauen. |
Ein Bild mit viel Symbolik.Die Kirche im Hintergund.Ein Modell vom Hohen Meißner auf der Wiese und Frau Holle im Vordergrund. |
![]() |
|
Frau Holle Nachts sieht sie zu den Sternen auf, Bei Dämmerung entzündet sie ein Licht, Wenn alles ruht und Kälte naht, von Karin Kirchhain
Zart zupft sie mit den Fingerspitzen
die feinen Blütenblätter,
mischt Kräuter, schneidet Wurzeln klein,
singt die alten Lieder.
ruft leise ihre Katze,
geht in den Wald, spricht zu den Bäumen,
lauscht der dunklen Stille.
grüsst Sterne, Mond und Sonne.
Zur guten Stund rührt sie die Salbe,
spinnt Fäden und Geschichten.
dann schweben kleine Daunen
herab zur Erde als ihr Schutz
und Zeichen für neues Leben.
Botschafterin des Frau Holle Landes
Eschwege. Dr. Martin Arnold fand deutliche Worte: "Die Hexenverfolgung war die größte Massentötung von Menschen außer der Judenvernichtung!" Das sagte der Eschweger Dekan am Sonntag im Gedenkgittesdienst in der neuen Neustädter Kirche zur Erinnerung an die Hexenverbrennung 1657. Dabei sollten die beiden damals getöteten evangelischen Frauen Rehabilition erfahren.
Arnold gestand die Schuld der Kirche, an den Verurteilungen mitgewirkt zu haben, ein- und das, obwohl zu der Zeit, als Catharina Rudeloff und Ihre Mutter Martha Kerste als angebliche Hexen in Eschwege hingerichtet wurden, die Reformation schon seit 130 Jahren ihre aufklärerische Wirkung auf die Gläubigen hätte zeigen sollen.
Gottesdienst zum Gedenken: Prädikantin Annemarie Mihr, Irma
Bender von der Familienbildungsstääte und Pfarrer Heinrich Mihr
rehabilitierten die 1657 in Eschwege wegen Hexerei hingerichteten Frauen
Catharina Rudeloff und Martha Keste.
Doch 1657, als die Menschen noch immer unter den traumatischen Erfahrungen des 30-jährigen Kriges mit seinen ausufernden Gewalttaten gelitten hätten, so analysierte der Dekan, "brauchten die Menschen offenbar ein Ventil, um das Böse aus Ihrer Mitte zu verbannen, das in Form der Hinrichtung von verdächtigen Frauen schließlich gefunden wurde". Dr. Martin Arnold: "Die Frauen waren Sündböcke." Anders könne er sich die kollektive Hysterie, dass eine ganze Stadt zustimmte, die Frauen zu töten, auch nicht erklären. Doch noch ein anderes Motiv ließ der Kirchenvertreter durchblitzen, das die Abgründe der menschlichen Seele enthüllt: So sollen diese Frauen vor allem deshalb verdächtigt worden sein, weil sie als Witwen wirtschaftlich gut abgesichert waren. Das habe offenbar den Neid der Nachbarn hervorgerufen. Aus diesem Grund plädierten Pfarrer Heinrich Mihr und Prädikantin Annemarie Mihr auch darauf, dass jeder Mensch eigene Schuld nicht verdrängen dürfte. Heute sei die Ausgrenzung von Mitmenschen immer noch an der Tagesordnung. "Als Christen müssen wir um Vergebung bitten für das, was damals geschehen ist", sagte Mihr.So wurden Chatarina Rudeloff und Martha Kerste in diesem Gottesdienst rehabilitiert.