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Burghotel Witzenhausen

Aktuelle Webcam-Fotos
vom Hohen Meißner

Tempel-Anlage

Schematische Darstellung des Areals

 

 

 


Die Spirale


                  Altarplatz det Holle-Frauen                              Kleiner Altar am Morgen des 1. Mai 2010

                       Altar der Göttin Freya                                     Opfergaben am Morgen des 18.02.2011

 


Walpurgis - die Geschichte des Feuers &
die Tempel-Anlage ein Warnsystem?

Märchen und Sagen. Erzählen Sie uns viel mehr, als wir ahnen? 
Oberhalb der Werraschleife bei Oberrieden liegt die Teufelskanzel. Ein Ort der Sagen mit einem wunderbaren und weiten Ausblick über das Werratal hinüber zum Hohen Meißner.

Der Sage nach ritten Hexen in der Walpurgisnacht auf Besen zum Hexentanzplatz in den Harz. "Dort feierten sie nach altem Brauch tanzend und schmausend und zechend ihr höchstes Fest. Als das Fest in bestem Gange war, wurde Ruhe geboten. Der Satan stieg auf einen der herumliegenden Felsbrocken und hielt eine Rede. Als er aufgehört hatte fragten ihn seine Zuhörer im Scherz, ob er denn auch im Stande sei, den Felsbrocken, der ihm als Kanzel gedient habe, nach dem auf dem linken Ufer der Werra liegenden Meißner zu tragen, ohne sich auch nur ein einziges mal auszuruhen. "Eine Kleinigkeit für mich" meckerte der Schwarze, schnitt eine komische Grimasse und scharrte mit dem Pferdefuß vor Übermut. Einige zweifelten und sagen "Was gilt die Wette?" Als der Tanz zu Ende war, packte der Teufel den Felsen und fuhr pfeilschnell dem Meißner zu.

Eine Weile ging das ganz gut, aber mit der Zeit fühlte der Böse doch, dass er seinen Kräften zuviel zugetraut hatte. Er geriet in Schweiß, ächzte und stöhnte, weil der schwere Stein mit jeder weiterer Sekunde an Gewicht zunahm. Ganz ermattet war endlich der Höheberg erreicht. Noch ein Katzensprung, dann war er auf dem Meißner und hatte sein Wette gewonnen. Doch es ging nicht mehr. Er musste ausruhen und dachte, dass ihn wohl in dieser menschenleeren Gegen niemand sehen konnte. Er fuhr aus der Höhe herab, streckte seine Glieder im Grase und schlief ein. Ein Hexlein auf seinem Reiserbesen sah den höllischen Oberherrn und rief ganz erstaunt: "Hans, was machst Du da?" Erschrocken fuhr der Teufel aus tiefstem Schlummer empor. Beschämt auf diese Weise ertappt worden zu sein fuhr er in die Lüfte, zerriss die Hexe und verschwand ohne sich weiter um den Steinblock zu kümmern. Das Volk aber, das die seltsame Geschichte erfuhr, nannte den Felsen von der Zeit an die Teufelskanzel." 
(Quelle: Heimatverein Gerbershausen/Eichsfeld)

Ähnliches erfahren wir vom Wurmberg oberhalb von Braunlage (Harz). Der Sage nach rasteten die Hexen auf dem Gipfel des Wurmberges in der Walpurgisnacht, ehe sie den Weiterflug zum nahen Brocken wagten. Der Wurmberg gilt nachgewiesen als vorchristlicher Kultplatz mit mythologischer Bedeutung.

Nun wissen wir, dass Walburga (Walpurgis) die Tochter des Königs Richard von England war und um 748 von ihrem Onkel Bonifatius als Missionarin in das germanische Reich gerufen wurde, um ihm bei der Bekehrung der ungläubigen Heiden zu helfen. Dies wird nicht ganz so friedlich zugegangen sein, wie es behauptet wird. Warum sollten sich die Heiden von ihren lieb gewonnenen Göttern freiwillig verabschieden und sich einem neuen Gott unterwerfen, dessen Geschichte für sie doch mehr als suspekt war. Es gibt nur einen Grund: Furcht vor Marter und Gewalt.

Wir geben hier wieder einmal eine Lösung, der auch Fachleute nach vielen Diskussionen nichts entgegenzusetzen hatten. (Vielleicht finden Sie ja eine andere). Jeder der genannten Berge hat eins gemeinsam: eine weite Sicht ins Land bis zu dem nächsten der genannten Berge.

Mit einem Feuer, einem Warnsignal konnte man Nachrichten - ähnlich wie die Indianer - schnell über viele Kilometer versenden. Und lange vor Ankunft der Feinde konnten Dorfbevölkerung und Vieh in Sicherheit gebracht bzw. versteckt werden.

Die hoch aufgeschichteten Holzstapel mögen das ganze Jahre gestanden haben -bewacht, damit niemand unerlaubt das Feuer entzündet. Einmal im Jahr wurde das "Alarm-System" getestet - und zwar in der Walpurgisnacht (30. April zum 1. Mai). Wenn in dieser Nacht das Feuer brennt, weiß man, dass es sich um eine Art Probe-Alarm handelt. Große Holzstapel zündet man mit Reisig (Reiser-Besen) an. Dies dürften wohl die Aufgabe der Priesterinnen (weiße Hexen) gewesen sein. Auch das vielfache Verbrennen einer (schwarzen) Hexe auf dem Holzstapel (Scheiterhaufen) - die weiße Kraft siegt über die schwarze - könnte in Verbindung mit der Namensgebung "Walpurgis-Feuer" darauf schließen lassen, dass man am liebsten die (schwarze/dunkel gekleidete Nonne) Walpurga in persona verbrannt hätte.



Eine alte Ansichtskarte von der "Teufels-Kanzel" 
am Hanstein


Gut zu erkennen die von rechts nach links gezeigten Orte mit Sichtverbindung zum Meissner
Ahrenberg - Orpterode - Meissner - Kammerbach - Frankenhain - Lindewerra - Bahnhof Oberieden - Teufelskanzel - Oberieden - Grossalmerode - Bilstein

Eine Feier und die Freude, dass es funktioniert und man (heute) ohne Sorge sein könne, war es wert, dass man am Ende der Nacht über die glühenden Feuer-Reste sprang. Eine Art Mutprobe der jungen Männer, um sich vor den Mädchen hervorzutun. 
Es ist ja auch Frühling!

Das Walpurgis-Feuer ist zweifellos ein heidnischer Brauch. Aber warum wird ein heidnischer Brauch nach einer Missionarin benannt? 
Einer der schlimmsten Feinde hieß WALPURGA bzw. Walpurgis, die Missionarin mit sicherlich schwer bewaffnetem Troß, neben anderen feindlichen Horden, Römern etc. Und somit bekam das Warnfeuer und die Nacht des "Probe-Alarms" den Namen Walpurgis-Nacht.

Direkt unterhalb des Hohen Meißners liegt das 1144 erbaute romanische Kloster Gemerode. Warum wurde ausgerechnet hier das dem neu entstandenen Prämonstratenser-Orden übertragene Kloster erbaut - fernab anderem geistigem oder kulturellem Leben? Es gibt nichts, was hier für die Erstellung eines großen festungsartigem Kloster spräche. Es gibt hier keinen wichtigen Handelsweg, keinen schiffbaren Fluß, keinen Boden für Weingärten o.ä.. Und um die paar Einwohner damals (wie heute) zu bekehren brauchte man wirklich nicht solch einen riesigen Bau und eine Kathedrale bzw. Basilika. Aber einen Grund muß doch der große Aufwand und der finanzielle Einsatz gehabt haben!

Vielfach wurden Kirchen und Klöster auf heidnischen Kultstätten gebaut. Heiligen Orten, heiligen Festen der Heiden wurde eine Art Glocke übergestülpt, so dass diese nun christlichen Charakter bekommen sollten. (Weihnachten/Ostern (Ostera)/Walpurgis-Nacht uvm.) Was könnte es mit dem Kloster Germerode auf sich gehabt haben?

Vielleicht die Unterbrechung des heidnischen Warn-Systems?

Der Meißner war wohl eine Art Relais-Station für die Warnfeuer der Heiden, wie wohl auch der Brocken auf dem Harz. Über Eschwege ragen die Leuchtberge. Wir kennen Leucht-Türme an den Küsten und Feuerschiffe, deren helles Licht vor Untiefen warnt. Die Leuchtberge über Eschwege, die Teufelskanzel, Bilstein, Wurmberg, Brocken etc. - wahrscheinlich gab es hunderte von stets bereiten Feuerwächtern auf markanten Höhen quer durch das germanische Reich.

Und wenn die Römer oder Missionare kamen, ging es wie in der Geschichte mit dem Hasen und dem Igel - kaum kamen die Trosse an, waren alle Dorfbewohner samt Vieh verschwunden - gewarnt durch die Leuchtfeuer.

Hier könnte nun der Grund für den Bau des Klosters Germerode und seine Lage unmittelbar unter der "Relais-Station" Meißner zu finden sein. Man wollte sich vielleicht nicht länger foppen lassen und hatte endlich durch den festungsähnlichen Klosterbau Berg und Feuer unter Kontrolle. (Warum taucht oft in unseren Gesprächen mit "Kennern" der Bezug Kloster Germerode - Walburga auf? Wir können nichts Schriftliches darüber finden.)
Und so musste sich "Frau Holle" weiter zurückziehen in die Wälder des Meißners. (siehe Parallelen zu der Geschichte von Frau Holle aus Dudenrode und ihrem "bekehrten" Mann Bernhardt).


Heilige Grabstätte 
am Hohen Meißner?

Bisher sind wir in unserer Vermutung davon ausgegangen, dass es sich bei dem Ort um eine Art heilige alt-germanische "Tempel-Anlage" handeln würde. Doch manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die einen auch um große Schritte voran bringen können.

Beim letzten Besuch dieser Anlage haben wir Vermessungen gemacht und die Orte auf Ausrichtungen der einzelnen markanten Punkte innerhalb dieser Anlage nach den Himmelsrichtungen überprüft. Die eigentlich unbedachte Aussage meines Bruders Dominic "Vielleicht liegen hier ja noch Leichen unter dem Hügel..", ließ mich einfach mal in eine neue Richtung Recherchen betreiben. Leichen?.... Friedhof?....

Was wissen wir eigentlich über die alten Rituale der Germanen in Bezug auf Leichenbestattung? Folgendes konnte in Erfahrung gebracht werden:

" Die Germanen haben ihre Toten/Leichen/Urnen nur auf ebenen Flächen beerdigt.Waren die Flächen nicht von Natur eben, so mussten sie künstlich aufgeschüttet werden.

" Die Ausrichtung der sog. Grabfelder war immer in Richtung Norden. Norden ist die "tote Richtung", da im Norden nie die Sonne scheint.

" Waren es einzelne Leichen, so wurden große Felsen um das Grab gestellt, waren es viele Tote, so spricht man von in Stein gefassten Grabfeldern. Diese konnten große Ausmaße annehmen. Es sind Felder mit über 130 gefundenen Toten bekannt. Diese, die Grabfelder umgebenden Mauern waren stark gebaut aber nicht sehr hoch. Auf diesen Mauern wurde auch Wache gelaufen.

" Je nach Epoche der Bestattung, wurden die Leichen entweder wie heute mit Körper beerdigt oder verbrannt und als Asche in einer Urne mit Beigaben beigesetzt. Hierzu mussten die Leichen nahe des Grabfeldes an einem weiteren wohl heiligen bzw. besonderen Ort verbrannt werden. Dieser muß eine direkte Verbindung zum Grabfeld haben.

Jetzt vergleichen wir diese neuen Erkenntnisse doch einmal mit den hier vorliegenden Fakten.

Beginnen wir mit dem Eingang zu diesem Areal.
Der hierher führende Weg ist bereits seit der Zeit der Germanen mit Steinen stabilisiert, was darauf schlussfolgern lässt, dass hier Lasten zu diesem Ort transportiert wurden. Während der Bauphase sicherlich die Steine für den Bau. Und danach?

Der etwa 4 Meter breite Eingang selbst, welcher sehr genau zwischen den Mauern zu erkennen ist, ist genau auf Norden gerichtet. Es wäre leichter gewesen, dieses Gelände abweichend von der Nord-Richtung zu bauen. Nehmen Sie sich selbst einen Kompass und messen Sie nach. Der Weg durch die Anlage verläuft genau Richtung Norden (die Richtung des Todes).

Links und rechts dieses Weges befinden sich jeweils die etwa 120m langen und etwa 30m breiten, mit einer dicken Steinmauer eingefassten, Felder. Das linke Feld wurde von Menschenhand geebnet. In der hinteren linken Ecke, des linken Feldes ist zu erkennen, dass es eine über 2 Meter hohe Aufschüttung gegeben haben muss. Steht man auf dem Feld, so hat die Steinmauer eine Höhe von etwa 50 bis 60cm. An der Außenseite ist die Mauer an der gleichen stelle etwa 3 Meter hoch! An der hinteren Quermauer befindet sich eine etwa 2 Meter breite angelegte Rampe auf das Feld. Genau wie das der durch die Anlage führende Weg, so ist auch dieses Feld genau auf Norden ausgerichtet. Der Weg teilt das Gelände auch Stufenartig auf. Das linke Feld ist etwa einen halben Meter tiefer als der Weg, das rechte Feld etwa einen halben Meter höher. Das rechte Feld, welches ebenfalls in der gleichen Mauer eingefasst ist, hat etwa die selben Maße und die selbe Ausrichtung. Dieses zweite Feld ist aber nicht freistehend wie das linke Feld. Hier stehen junge gepflanzte Bäume. Auch ist dieses Feld nicht (mehr?) eben. Wurde hier nachträglich eine Veränderung herbeigeführt? Dieses zweite rechte Feld weißt aber noch eine weitere Besonderheit auf. Genau in der Mitte der jeweils etwa 120m langen Mauern, werden diese durch massive Steinstufen unterbrochen. Es führte mal eine Treppe durch das Feld zu dem Platz, der heute als "Gerichtsplatz" bekannt ist.

Zwar wurden diese Plätze bisher in der regionalen Geschichte als unabhängige, nichts miteinander zu tun habende Plätze behandelt, aber warum sind diese Plätze dann durch eine Treppe verbunden? Sie müssen einen Zusammenhang haben. Gehen wir doch jetzt im Geiste einfach diese Treppe, die quer durch das Feld führt. Anschließend geht sie einem künstlich angelegten Hügel zum Gerichtsplatz hinauf. Hier finden wir eine große im Kreis angeordnete Stein-Sitzbank mit platz für etwa 16 Personen. Vor dieser Bank befindet sich ein großer (Altar-?)stein. Man hat von hier aus einen freien Blick über das Tal und die Landschaft. Bei gutem Wetter bis zum Brocken im Harz. Dieser Platz ist wiederum genau in Richtung des Sonnenaufganges gerichtet. Es muss damals ein umwerfender Blick gewesen sein, wenn man so weit in die Ferne sehen konnte und am Horizont die ersten Sonnenstrahlen aufsteigen.
Wurden an diesem Platz vielleicht die Toten im Kreise der Heiligen, der Führer verbrannt und dann in einer Urne über die Treppe zum Grabfeld gebracht?

Möglicher-Weise haben wir hier eine große alte Grabstätten der Germanen, von denen es in dieser Größenordnung nur wenige erhaltene in Deutschland gibt.

Die Vermutunng der Grabstätte könnte sich durch weitere Gedankenansätze festigen: Das Urspungsmärchen der Frau Holle besagt, dass das heilige Wasser des Frau Holle Teichs neues Leben schenkte.

Die weiteren und teilw. noch älteren Legenden um Frau Holle und den Meißner besagen, dass von hier das Leben kommt und die Sterbenden bzw. Toten auch wieder zu diesem Ort zurück kommen würden. So ließe sich der Kreislauf des Lebens darstellen.

Der Pfad zu dieser "Tempel-Anlage" beginnt genau am Frau Holle Teich. Auch ist zu erkennen, dass dieser Pfad etwa genauso alt sein dürfte, wie die die Tempel-Anlage selbst. Obwohl die ersten ca. 300m als Wanderpfad neu gefestigt sind. Danach wird der neue "Wanderpfad" in einer Kurve vom alten Original-Pfad weg geführt und durch eine Sperr-Barke als Schutzgebiet ausgewiesen. Die Anlage ist nur knapp 1000m vom Teich entfernt. 
Sollten am Teich die Neugeborenen mit dem heiligen Wasser gewaschen worden sein um sie damit zu segnen (bei den Christen finden wir hierzu die Taufe)?
Im Alter beim Tode, so heißt es in den Büchern dieser Region, kommen die Toten zurück zu Ihrem Ursprung, zurück an den Teich der Frau Holle. Vielleicht ist hier nicht von dem Geist der Menschen, sondern von den Menschen selbst die Rede. Kommen die Toten zurück, weil direkt beim Frau Holle Teich eine große Grab-Tempel-Anlage ist. Werden die Toten hierher gebracht und beerdigt?

Sowohl die Märchen um Frau Holle, wie auch die umfangreicheren und teilw. noch älteren Legenden um diesen Teich würden die aktuellen Funde mit den von uns gemachten Thesen bekräftigen.

Geschichtsforschungen in solch sensiblen Bereichen, ist ein sehr schweres Unterfangen. Es gibt keine Zeitzeugen und jede Entdeckung kann nur durch möglichst plausible Thesen erklärt werden. Wenn wir es hier aber schaffen, Informationen aus Märchen, Legenden und historisch bereits belegtem Wissen zusammen in Einklang zu bringen, so dass die eigene These sich in allen Bereichen ohne Widerspruch erkennen bzw. einbinden läßt, dann können wir davon ausgehen, dass die These einen sehr hohen Wahrscheinlichkeitswert hat. Denn selbst das Aussehen und Leben der Dinosaurier ist bis heute nur auf Thesen und Vermutungen gestützt, auch wenn es etliche Filme darüber gibt. Genau wie wir, arbeitet die Wissenschaft hier bis heute nur mit wahrscheinlichen Thesen.


Version Nr. 3 von 
Wilhelm Ulrich (1949)

4 Jahre nach Kriegsende. Alles "Germanische", Runen etc. wurden, da von den Nationalsozialisten ge- bzw. missbraucht, schlichtweg verboten. Das über die ganze Erde verbreitete Sonnenzeichen (Hakenkreuz) und viele weitere Runen, wie z.B. die Hagalsrune.

Die an der Stelle des Thingplatzes von uns vorgefundene Odal-Rune (bis zum heutigen Tag Dienstgradabzeichen des Heeres der Bundeswehr - Zeichen des Hauptfeldwebels, Oberfähnrich, Stabsfeldwebel und Oberstabsfeldwebel)) ist bis heute verboten (!?) 4 Jahre nach Kriegsende 1949, unter dem starken Eindruck dieser Zeit schreibt Wilhelm Ulrich seine Version der Steinwiese und Thingstätte.

"Auf dem Messtischblatt ist am "Wandwege" unterhalb des Lusthäuschenfelsen ein trapez-förmiges, ummauertes kleines Waldstück sichtbar. Wir kommen hier, ein Viertelstündchen nördlich vom Frauhollenteich, zu einer Blockwildnis ganz auffallenden Anlage, einer mit Fichten bestandenen, sogleich als künstlich aufgeräumten Fläche; der Wandweg führt mitten hindurch. Das Viereck ist von den rings um den Boden bedeckenden Blöcken gereinigt und mit einer kniehohen Mauer aus Basaltsteinen umgeben die nordöstlichen Längsseiten sind rund 115, die Schmalseiten 78 bzw. 53 m lang. "Zeitgenössische Liebhaber" altermanischer s Kultdenkmäler wollen hier einen "Thingplatz", eine Art altgermanisches Stadion entdeckt haben; die Steingrotte mit Bank und Tisch aus Basaltbrocken auf dem Hügel östlich liefert ihnen eine "Gerichtsstätte". Die Entdecker sind ob ihrer ans Komische grenzenden Irrung nicht zu bedauern; sie sollten ihre Fantasie zügeln. Dieser "altgermanische Thingplatz" ist nämlich nach Germeroder Forstakten ein "Holzgarten unter der Wand, welcher mit einer Trockenmauer umgeben ist vom zeitigen Revierförster Gielser in Frankenhain in der Fläche von 3 ½ Acker 1818-23 angelegt", und zwar, wie angeordnet, an de alten Kohlstätte" die hier kartengemäß liegt. Die hübsche Grottenanlage darüber auf dem Hügel (der selbstverständlich ein Natürlicher ist und nicht künstlich zu Gerichtszwecken errichteter wurde, wie gar behauptet wird) mit Bank und Tischen aus Basaltbrocken, wurde gleichzeitig als Ruhe- und Aussichtsplatz geschaffen, wie sich ähnliche Anlagen auf den Seesteinen finden. Wenn es über das Zeugnis der Forstakten hinaus noch eines Beweises neuzeitlicher Entstehung dieser Anlage bedurfte, so möge noch angeführt werden, dass der schon erwähnte wissenschaftliche Erforscher des Meißners, Bergrat Voigt, der 1802 den ganzen Meißner abwanderte und auch über den Frauhollenteich, die Wand, das Lusthäuschen, Altarstein ausführlich spricht, diese Anlagen in unmittelbarer Nähe nicht erwähnt, weil sie - erst zwanzig Jahre später entstanden. Darum fort mit diesen irrigen "altgermanischen" Bezeichnungen!" Wilhelm Ulrich 1949

Also, wir können uns schwerlich vorstellen, dass 1823 auf dem Meißner unter großem Aufwand eine Anlage gebaut wurde, die als Holzgarten oder für touristische oder Erholungszwecke gebaut wurde. Immerhin, es gab keine Busse, Autos oder irgendein Hotel, um diesen Plätzen einen Besuch abzustatten. Ein Besuch des Meißners war eine Mühsal und dass sich Berg- oder Forstarbeiter so viele und so schwere Basaltbrocken bearbeiten, um sich einen "Lustgarten" zu bauen halten wir für unwahrscheinlich, auch wenn wir uns damit - um Herrn Ulrich zu zitieren - lächerlich machen.


Hierzu sendet uns der Schriftsteller Wolfgang Ziegler am 14. August 2009 einen Auszug aus seinem Buch "Magische Plätze an Nahe un Glan - Von uraltem Ahnenwissen und rätselhaften Orten"

 

Parallelen zum Meißner und der Tempelanlage wurden dabei gelb unterlegt.



Fakten & Fragen: 
Wo sind die Aufzeichnungen der "Zeitgenössischen Liebhaber", die von Ulrich so hart kritisiert werden und die hier einen "Thingplatz" und ein altgermanisches "Stadion" entdeckt haben wollen?

Am 19.11.2004 besuchte ein Mitarbeiter des oberen Managements des Werra-Meißner-Kreises zusammen mit einem "Medium" (Person mit medialen Fähigkeiten) diese Stätte. Das Medium entdeckte in diesem Gebiet weiterhin einen "religiösen Irrgarten bzw. Steinlabyrinth". Die gesamte Stätte erfühlte es als "negativer Punkt und mit viel Blut verbunden".

Die Maße der beiden Ummauerungen 
Bis zu 3m Aufschüttung, um eine Ebene von 120 x 40 m zu erreichen 
Genaue Lage Süd - Nord mit einem Weg zwischen den beiden Ummauerungen, sowie einer "Steinrampe", die von Süden in die Ummauerung führt. 
Treppen, die die Ummauerungen mit der "Thingstätte" , Hühnengrab bzw. Lusthäuschen (lt. W. Ulrich) verbinden.

Die Lage (Himmelsrichtung und Sichtweite) und die Umgebung der "Thingstätte"

Gegen die Aussage von Wilhelm Ullrich spricht auch, dass bereits im Jahre 1800 Karl Ludwig August Freiherr von Münchhausen von diesen Trümmern berichtet. So steht geschrieben:

"Interessant erscheint Münchhausens Hinweis auf Trümmer, die der Obersteiger Aschermann (der auch Schaub über den meißner führte) ihm gegenüber erwähnte. Es seien "Trümmer, die man unfern der Kalbe, in der Wald-Dichtung fände, und für Überbleibsel von Tempeln, oder sonstigen Gebäuden hielte"" Quelle: "Das Werraland" 2002 von Dr. Karl Kollmann

Sie dürfen nun entscheiden, welcher Version Sie einen Vorrang geben. Vielleicht finden Sie ja auch eine eigene.



Gigantische Tempel-Anlage 
auf dem Meißner?

In einer der Sagen um Frau Holle heißt es "Frau Holle besaß auch mancherlei Vieh. Ihr Schafstall befand sich da, wo jetzt die Mauerwiese ist. Rings um dieselbe kann man noch jetzt Steine liegen sehen"

Wir haben uns diese "Wiese" und das Gelände herum etwas genauer angesehen. Die ebene Wiese umfasst eine Fläche von 118 Schritte in der Länge und 49 Schritte in der Breite (wohl 120 x 40 m). Sie ist exakt rechteckig und - trotz Bergwiese völlig eben. Um die Wiese herum befindet sich eine Steinmauer teilweise bis über 2 m Höhe.

In der Ecke der Wiese befindet sich ein Altar. Das Vieh der Frau Holle wird wohl keine so große Wiese benötigt haben, die um völlig eben zu sein - eine Aufschüttung von 2 m und mehr benötigt. Dem Vieh ist es mehr oder weniger egal, ob die Wiese eben oder auch abschüssig ist. Und wofür der Altar? Das Vieh wird keine Berg-Predigt benötigt haben.

Aber es wird noch seltsamer. Es gibt 3 Mauern um diese Wiese herum. Die 2. Mauer führt parallel ca. 5m ebenfalls 100m entlang der 1. Mauer. Und wiederum parallel finden wir eine 3. Mauer. Diese Mauern bilden 3 Erhebungen. An die 3. Mauer schließt sich eine Wehrmauer (Burgmauer oder Tempelmauer?) an, die eine Stärke von ca. 1 m hat. Diese Mauer hat zugleich Steine an der Innen- und Außenwand, sowie einen Füllbereich. Diese im Winkel gebaute Mauer hat eine Gesamtlänge von ca. 150 m. Sollte man das Rechteck vervollständigen, so wäre dies ein recht großer "Schafstall" - und wofür wären die dicken "Verteidungsmauern"?

In der Mitte der Steinwiese und deren Ummauerung befinden sich Richtung Mauer 2 und 3 Treppenstufen, die ebenfalls in den Mauern 2 und 3 in gleicher Linie den Berg hinauf führen. um letztendlich in einen Weg zur Bergspitze zu münden. Nach ca. 30 weiteren Metern findet man auf der Bergspitze eine Rundbank mit einer Länge von ca. 12 m und davor einen weiteren Altar (Nr.2). Man hat sich sogar darauf verstiegen zu schreiben, dass dies hätte auch ein Rastplatz für frühere Holzfäller hätte sein können. Das mag wohl sein, gebaut haben diese den aber bestimmt nicht. Dieser Platz wird in alten und heutigen Karten Thing-Platz (Gerichtsplatz, Gerichtshof) genannt. In keiner der vielen uns vorliegenden Karten und Beschreibungen wird die Anlage als Ganzes gesehen. Die Anlage bildet aber eindeutig und für jeden objektiven Betrachter eine Einheit.

Bei der näheren Betrachtung des Geländes kamen uns - die wir viele Kultplätze der Welt gesehen haben - immer wieder Erinnerungen an Mexiko und Chichen Itza. Sollten hier 
Ebenfalls kultische (Ball-) Spiele stattgefunden haben? Ging man die Treppen hinauf zum Thingplatz oder kamen Priester (-innen) herunter um etwas (Sonnenwende o.ä.) zu verkünden? Die uns vorliegenden Geschichten um die "Steinwiese" und den Thingplatz sind jedenfalls unwahrscheinlicher. Würde man die Bäume auf diesem Gelände abholzen könnte man die Ausmaße der Anlage erkennen. Und - man hätte vom "Thingplatz" einen Blick, der bei klarem Wetter bis zum Brocken /Harz geht. (siehe auch "Sage von der Teufelskanzel- alles Zufall oder was?).

 

Der bedeutendste Altar-Stein der Göttin Freya

Könnte es nicht vielleicht auch sein, dass hier eine uralte Tempel-Anlage stand mit riesigen Ausmaßen: Der heilige Wohnort der Göttin Freya - und späterer Wohnort der "Frau Holle", der Priesterin Hulda, Hold, Pechta, die hier den heiligen Ort und die alte Religion pflegt.

Viele Steine, sehr viele behauene Steine zeugen von Zerstörung. Was wurde von wem hier wann und warum zerstört? Die wahre Geschichte dieser ehemals großen Anlage konnten wir nirgends finden. Wer hat die Macht Dokumente und Hinweise, die diese Anlage betreffen zu vernichten, totzuschweigen oder ein Märchen daraus zu machen?

Doch die Sagen und Märchen beinhalten viele Hinweise. Man muß sie nur deuten oder den Versuch dazu anstellen. 
Wir haben es versucht und kommen dabei auf die Missionierung der christlichen Kirche. Hier spielte Bonifatius eine dominierende Rolle. Doch allein schaffte er die Christianisierung nicht und so holte er sich seine Tante Walburga in das Land der "Heiden". 
Walburga war die Tochter des Königs Richard von England. Ihre Mutter hieß Wunna. Sie hatte zwei weitere Geschwister Willibald und Wunibald. Im Jahr 748 holte sie ihr Onkel Bonifatius (Bruder der Mutter Wunna) in das germanische Reich, wo sie ebenso fleißig missionarisch tätig war. Es ist kaum glaubhaft, dass die Kelten, Franken, Chatten mit Begeisterung ihrem Glauben abschworen (siehe Abschwörungsformel) und sich einem Gott der Dreieinigkeit und geboren von einer Jungfrau mit sofortiger Wirkung und Überzeugung angeschlossen haben. Dies hat nicht einmal der Papst Bonifatius (1235-1295) geglaubt. (Quellen: Ökumenisches Heiligenlexikon).

Nun hatten die Heiden eine weitere Heilige Nacht und zwar vom 30.April auf den 1. Mai. Sie feierten die Vermählung Ihrer Göttin Freya mit dem Gott Wodan. Die Feier der Vermählung (siehe auch der bis heute geltende Brauch des "Kirmesläufers von Germerode) war (und ist bis heute) derart stark, daß die Kirche diese Nacht - ohne jeden erkennbaren Grund - zur Walpurgisnacht erhob. Der 1. Mai wurde einfach zum Gedenktag der "heiligen" Walpurga deklariert.