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Burghotel Witzenhausen

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vom Hohen Meißner

Ein romantisch-mystischer Ausflug

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Besondere Menschen haben besondere Geschenke verdient.
Deswegen überraschte ich meinen Freund an seinem Geburtstag mit einem Ausflug nach Witzenhausen.

Im Burghotel angekommen wurden wir freundlich von Herrn Dovidat empfangen und in die Kemenate der Kirschkönigin geführt. Das Himmelbett und der Whirlpool im Spiegelzimmer sorgten für besonderes Staunen. "Du bist verrückt - das ist doch viel zu teuer." bemerkte mein Freund. Damit er sich nicht allzu viel Sorgen macht, verriet ich ihm, wie preisgünstig das Burghotel ist.

Nach der Zimmerbesichtigung durften wir vor dem Kamin Platz nehmen und wurden ausführlich und unterhaltsam in Geschichte und Mythos des Frau Holle Landes eingeweiht.

Vom Personal des Burgrestaurants ließen wir uns anschließend mit einigen kleinen Köstlichkeiten verwöhnen und erwarteten schon voller Vorfreude den nächsten Tag. Den Abend ließen wir dann gemütlich mit einem Gläschen Sekt im Whirlpool ausklingen.

Im Bett schliefen wir so gut, dass wir glatt den Wecker überhörten und erst durch das Klopfen des Frühstückservices geweckt wurden. Schade, dass wir nach dem leckeren Frühstück schon das Zimmer räumen mussten. Doch an der Rezeption wurden wir schon erwartet.

Herr Dovidat hatte eine tolle Route zusammengestellt, besprach mit uns den Weg und rüstete uns mit Wanderkarte, Fernglas, Taschenlampe und Kompass aus. Auch das Wetter stand auf unserer Seite, so dass dieser Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Zuerst ging es in das kleine Örtchen Hollstein. Dort konnten wir die Hollsteine betrachten.
Merkwürdig fanden wir, dass die Felsen sich direkt im Garten eines Wohnhauses befinden und augenscheinlich gar nicht in die umliegende Landschaft passen.

Anschließend wanderten wir zur "Kitzkammer". Auf dem Weg dorthin konnten wir den schönen Herbstwald genießen. Die geologisch seltene Basaltsäulenformation bestaunend, verweilten wir eine Weile dort und lasen in dem Buch, welches wir dazubekommen hatten, die sagenhaften Geschichten.

Weiter ging es zum Holleteich. Der Sage nach sollen alle Babys vom Klapperstorch aus dem Teich zu ihren Eltern gebracht werden. Kaum ein Mythos ist wohl so bekannt. Doch, daß dies auch mit "Frau Holle" in Verbindung gebracht werden kann, wussten wir bis dato noch nicht.

Besonders beeindruckend fanden wir die riesige Tempelanlage. Diese liegt versteckt im Wald, in der Nähe des Holleteiches, fernab von den befestigten Wanderwegen. Es war sehr spannend nach der uns mitgegebenen Beschreibung den Pfad dorthin zu erkunden.

Ein altes Paar begegnete uns. Sie berichteten, früher täglich den Tempel besucht zu haben, und dass sie hoffen, dass künftig das noch Bestehende erhalten bleibt.

Bei der Tempelanlage spürten wir regelrecht, dass es sich um einen besonderen Ort handelt, der vor weiblicher Energie nur so brodelt. Hier ist nichts profitgierig vermarktet wie an anderen heiligen Orten und man kann noch die atmosphärischen Kräfte spüren.
Noch nie hatten wir einen so beeindruckenden Thingplatz gesehen. Auch die Runen und Zeichen der umliegenden Bäume waren sehr interessant.

Die Trümmer der Zerstörung lagen am Abhang verstreut. Wie mag es hier wohl einstmals ausgesehen haben? Über die Erbauer, die ursprüngliche Bedeutung, die Zerstörer und weitere Nutzer kann man nur Vermutungen anstellen. Tatsache ist, dass es aufgrund der Ausmaße sehr bedeutsam gewesen sein muss.

Zum Schluss besuchten wir den Hollestein - die großräumigste Höhle Hessens.
Es war nicht ganz einfach sie zu finden - aber das Suchen hat sich gelohnt.

Hier funktionierte meine Kamera nicht richtig. Innen löste sie gar nicht aus, was ich zunächst auf die ungenügende Belichtung zurückführte. Sehr mysteriös allerdings, dass ich definitiv die Teufelsfratze an der Felswand fotografiert habe, diese allerdings nirgends auf dem Film erscheint.

Es gibt zwischen Himmel und Erde eben Dinge, die sich nach derzeitigem Wissenschaftsstand nicht erklären lassen. Vielleicht ist es aber auch gut so, dass gewisse Kräfte nicht offiziell bekannt sind. Welcher Missbrauch stattfinden würde, ist abzusehen.

In der Höhle ist ein kleiner Teich, dessen Wasser heilende Kräfte haben soll. Gern hätte wir von dem Heilwasser getrunken, doch leider wurde es mit hölzernen Überresten eines Lagerfeuers und "Partymüll" verschmutzt. Solche Respektlosigkeit entzieht sich unserem Verständnis.

Die Vorstellung, dass hier auf dem Altarstein noch alte Gottheiten gehuldigt werden, lässt uns hoffen.

Die Gegend um den Hohen Meißner hat wirklich viel zu bieten. Man kann sich nicht alles an einem Tag anschauen. Die landschaftlich reizvolle Gegend und die Burgen, die wir schon aus der Ferne betrachten konnten, ließen uns sagen: "Wir kommen wieder!"

Anja Leffler, Köln

Zuletzt geändert am: 03.09.2009 um 17:35

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