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vom Hohen Meißner

Grüße aus Bielefeld

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Wir, das sind Gerd Salzsieder und Bianca Krodel, arbeiten seit Jahren im esoterischen Bereich. Wir haben uns unter anderem zur Aufgabe gemacht alte Kultplätze zu suchen, zu besuchen und uns um diese zu kümmern.

Bianca ist ausgebildete Priesterin der alten Religion mit Schwerpunkt Zukunftsdeutung und Kräuterkunde.

Gerd ist ein Lichtritter und hat sich auf Rückführungen in vergangene Leben, Energiearbeit, Feng-Shui und Geistaustreibungen aus Häusern (Clearings) spezialisiert.

Durch unsere Fähigkeiten mit Baum-, Naturgeistern und den geistigen Ebenen zu kommunizieren erhalten wir Einblicke in längst vergangene Zeiten.

Als wir von Herrn Wolfgang Dovidat von den Kultplätzen auf und um den Hohen Meißner erfuhren, nahmen wir uns vor, diese zu erforschen.

Dies ist unser Reisebericht:

Am 8.02.2007 machten wir uns, nach einem ausführlichem Gespräch mit H. Dovidat auf zu unserer "Forschungs-Tour" zu Kultplätzen der Frau Holle/Göttin Freya. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Forellenhof in Hilgershausen und begaben uns von da auf einem schmalen Feldweg zu der Kammerbacher/Hilgershauser Höhle, auch Hohlstein genannt.

Trotz der Idylle wirkte der Platz auf uns eher bedrückend. Der Wald um die Höhle war gespenstisch still. Kein Laubrascheln kein Vogelsingen war zu hören. Lediglich der Ruf einer Krähe und das Blöken eines Schafes, dessen Herde unweit weidete, zerrissen gelegentlich die unheimliche Ruhe. An einer Felswand, etwas rechts über dem Höhleneingang, thronte bedrohlich, der trotz Übermalung gut zu erkennende Teufelskopf.
Etwas Dunkels schien den Ort zu beherrschen.

Um die Höhle herum fanden sich deutliche Zeichen von Kulthandlungen. Wachsreste, die zeigten, das hier Kerzen gebrannt haben und verwelkte Blütenreste neben dem Altarstein, welcher direkt vor der Höhle steht.

Der Versuch Fotos zu machen scheiterte. Unser Fotoapparat funktionierte nicht. Auf Grund von weiteren Berichten von Ausfallen von Kameras liegt die Frage nah: "Will die Höhle nicht fotografiert werden?"

Wir beschlossen im Augenblick nichts mehr zu unternehmen und am nächsten Tag wiederzukommen. Und das taten wir dann auch.

Mit unserer Ausrüstung machten wir uns am 9.02. wieder auf den Weg zur Höhle. Aber was war passiert? Der Wald lebte auf einmal. Vögel zwitscherten und der Wind rauschte sanft durch die Äste, welche sich hin und her wiegten. Kleine Tiere ließen das welke Laub am Boden rascheln. Eilte uns unser Ruf wieder einmal voraus? Und hatte unsere Anwesenheit am Vortag schon ausgereicht, die Energie an diesem Ort deutlich aufzuhellen?

Blieb uns also nur die Aufgabe einen energetische Schutzkreis weiträumig um die Höhle zu ziehen und den Ort zu weihen. Natürlich haben wir nicht vergessen den Altar als Opfergabe an Göttin Freya zu schmücken.

Als wir uns zum Gehen wandten fiel uns auf, das die Felswand über der Höhle die deutliche Form eines Herzens hat und genau diese Herzensenergie scheint sich da wieder entfaltet zu haben.

Wir hoffen und wünschen uns, dass dieser Platz viele, viele Menschen die ihn in guter Absicht besuchen mit dieser Energie erfüllt. Wir haben sie noch einige Wochen in uns gespürt.

Am 9.02. fuhren wir auf den Hohen Meißner. Ziel war der Frau Holle Teich und die so umstrittene "Tempelanlage". Es hatte den Tag und die Nacht davor stark geschneit und der Meißner hatte sich in dichten Nebel gehüllt, was unser Vorhaben zwar schwieriger aber dafür um so spannender machte.

Nach einem kurzen Aufenthalt am Hollenteich, welcher für uns ein Ort ist der sehr viel Ruhe ausstrahlt, wanderten wir in Richtung Tempelanlage. Nach kurzer Zeit verließen wir die ausgeschilderten Wanderwege und stapften, bis zu den Knien im Schnee, den nicht mehr als Wanderweg ausgezeichneten Pfad entlang und erreichten schließlich eine riesige baumlose Fläche, welche von einer aus Basaltsteinen aufgeschichteten Mauer umgeben wird. Ein großer Stein innerhalb der Fläche, welcher doch sehr einem Altarstein ähnelt, lässt auch hier die Vermutung auf eine Kultplatz zu.

Wir befragten einen befreundeten Prof. Dr. der Geografie und einen Prof. der Chemie, ob das Alter der Mauern bestimmbar ist. Diese erklärten uns, dass das sehr wohl möglich ist, dazu aber eine von folgenden Bedingungen erfüllt werden muss: Entweder müssen die Steine aus einem Steinbruch herausgehauen worden sein oder aber sie wurden behauen. Hier müssen aber mehrere Zentimeter entfernt worden sein, um auf Grund von Sonneneinstrahlung und bestimmter chemischer Reaktionen ihr Alter zu ermitteln.
Da die Steine aber, überall auf dem Berg, an der Oberfläche liegen und mutmaßlich nicht behauen sind, ist das in diesem Fall nicht möglich.

Bei einem weiteren Ausflug, zwei Tage später, begaben wir uns dann auf den sogenannten "Thing-Platz". Es zeigte sich uns eine sichelförmige Sitzbank (ebenfalls aus Basaltsteinen aufgeschichtet), welcher exakt nach Osten ausgerichtet ist. Davor ein großer, flacher Stein, der als Tisch oder Altar gedient haben könnte.

Während sich die Energien auf dem Wanderweg zur Tempelanlage überlappen (gute, helle Energien aber auch Angst und Trauer, wahrscheinlich aus den Zeiten des dreißigjährigen Krieges, als die Menschen in die Wälder des Meißners geflohen sind), konnten wie hier oben an der Steinbank eine sehr reine, klare und kraftvolle Energie erfühlen. Und noch etwas ist uns aufgefallen: Deutliche Zeichen dafür, dass hier Menschen waren z.B. angeschwärzte Steine, die auf ein Feuer schließen lassen. Aber kein Taschentuch, keine Zigarettenkippe, kein Müll den Menschen sonst hinterlassen. Das zeigt uns, dass die Menschen die hier waren, diesen Platz mit großer Achtsamkeit behandelt haben.

10.02.
Das herrliche Winterwetter hat uns verlassen und ist in Dauerregen umgeschlagen.
Trotzdem machten wir uns auf den Weg nach Hollstein zu den "Hollesteinen".

Hollstein selbst besteht aus einer Reihe von bunt "zusammengewürfelten" Häusern in verschiedenen Bauweisen. Alles scheint nicht wirklich zusammen zu passen.

Die Steine selbst scheinen von einem Haus völlig bedrängt zu werden. Um zu ihnen zu kommen, muss man durch den Garten dieses Hauses gehen, was sicherlich einige Touristen davon abhält sich den Steinen zu nähern. So gewollt?

Der kleinere Stein erinnert wieder an einen Altarstein. Die zwei großen Steine ragen wie Wächter in die Höhe. Was bewachen sie? Die Quelle, über die das Haus gebaut wurde?
Oder hat zwischen ihnen eine Priesterin gestanden?
Wir wissen es nicht und die Steine verraten es nicht.

Das Quellenzeichen und der Katzen- oder Löwenkopf lassen aber auf einen Kultplatz schließen.
Behauptungen, dass dieser Kopf nicht aus der vorchristlichen Frühzeit stammen könnte, weil der Löwe damals hier noch nicht bekannt war, sondern frühestens aus dem Mittelalter lassen sich wiederlegen.
So ist allgemein bekannt und belegt, dass es schon um das Jahr Null im alten Rom Gladiatorenkämpfe mit Löwen gegeben hat.
Ferner fanden wir im "Kultplatzbuch" von Gisela Graichen einen Bericht über Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb.
So wurden im Hohlenstein - Stadel (Lonetal), im hinteren Teil der Höhle, unter anderen Figuren eine Löwe - Mensch - Figur, mit Löwenkopf aber menschlichem Unterkörper, aus Elfenbein gefunden.
Diese dort gefundenen Figuren stammen aus der Zeit 34 000 bis 30 000 Jahre vor heute.

Die Steine selbst, welche schon Wilhelm Grimm mit den Externsteinen (magischster Ort Deutschland) verglichen hat, in deren Nähe wir wohnen, lassen keine Zweifel mehr auf einen Kultplatz offen. Haben doch solche auffälligen, geheimnisvoll aufragenden Felsformationen ganz sicher auch den vorzeitlichen Menschen angezogen. Und sind es nicht erst die Menschen mit ihren Ritualen und den daraus freigesetzten Energien, die Plätze zu Kultplätzen machen?

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Während wir am Tage die Kultplätze besuchten, beschäftigten wir uns abends mit dem theoretischen Teil unserer Forschungsreise. Bücher wälzen, alte und neue Land- und Wanderkarten durchsuchen und vergleichen und unsere eigenen Eindrücke sortieren.
Klingt vielleicht langweilig, hat uns aber riesigen Spaß gemacht.

Was auffällig war: Je mehr wir in Richtung Tempelanlage forschten, desto mehr Fragen stellten sich uns.

Die Tempelanlage wird in fast keiner, den Meißner betreffenden Literatur, erwähnt bzw. als Ruheplatz von Waldarbeitern (den sie selbst angelegt haben) und Pflanzgarten beschrieben.

Gehen wir einmal zurück in das Jahr 1818. Die Waldarbeiter haben damals zehn - zwölf Stunden am Tag gearbeitet und ihre Arbeit war alles andere als leicht. Mit dem Geld, das sie verdienten, konnten sie soeben ihre Familien ernähren. Kein Mensch kann ernsthaft glauben, dass diese in ihrer Pause, dann noch diese Sitzbank angelegt haben.
Sie werden sie durchaus genutzt haben - aber angelegt - NEIN.

Auch dieser Pflanzgarten mag da gewesen sein. Aber wurde da nicht auch etwas genutzt, was schon lange vorher angelegt oder gebaut worden ist?

Die nächste Frage, die sich uns stellte: Warum wird ein bereits vorhandener Wanderweg, welcher dazu noch zu dem viel beschriebenen Altarstein führt, nicht mehr genutzt und sogar zeitweise gesperrt?
Die Antwort, die wir darauf bekamen, war, dass das Muffelwild nicht gestört werden soll. Naja, könnte fast logisch klingen - aber: Auf unsere Anfrage, warum auf der von Mauern eingefassten Wiese kein Baum oder Strauch wächst, sagte man uns, dass da einmal im Jahr gemulcht wird, um einen Äsgrund für das Muffelwild zu schaffen.
Was uns wiederum wundert, weil überall an diesem Wanderweg Schilder aufgestellt sind mit der Aufschrift Bannwald.

Bei unserer Recherche, was "Bannwald" eigentlich bedeutet, stießen wir darauf, dass dieser Begriff für jedes Bundesland abweichende Erklärungen und Vorschriften beinhaltet.

Der Begriff Bann stammt ursprünglich aus dem Mittelalter. Bannwald stand damals für ein Waldgebiet, in dem das Recht der Nutzung (Forstbann) dem Landesherren vorbehalten war. Dies galt zunächst nur für die Jagd (Jagdbann) und Fischerei, später auch für die übrige Nutzung des Waldes.

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Heute bedeutet der Begriff Bannwald für das Land Hessen folgendes:

Ist ein Waldgebiet aufgrund seiner Lage und seiner flächenmäßigen Ausdehnung in besonderem Maße schützenswert, kann die Obere Forstbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt gemäß § 22 des Hessischen Forstgesetzes dieses Gebiet zu Bannwald erklären.

Im allgemeinen sind solche Bannwälder in Verdichtungsgebieten wie z.B. dem Ballungsraum Rhein - Main oder in waldarmen Gebieten zu finden. Hier ist ein Schutz der Flächensubstanz von großem Interesse.

Werden Änderungen von Bannwalderklärungen erforderlich, erfolgen diese ebenfalls durch die Obere Forstbehörde. Sofern überwiegende Gründe des Gemeinwohls dies erfordern, kann eine Erklärung zu Bannwald auch vollständig oder teilweise wieder aufgehoben werden.

Eine Rodung von Bannwald und Umwandlung kann nur nach vorheriger Genehmigung in eine andere Nutzungsart kann nur nach einer vorherigen Aufhebung der Bannwalderklärung und Genehmigung durch die Forstbehörde erfolgen. Eine flächengleiche Ersatzaufforstung ist in einem solchen Fall erforderlich.
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Also warum darf da gemulcht werden???

Zusätzlich stellt sich die Frage: Wenn das nur ein Pflanzgarten und ein Ruheplatz für Waldarbeiter war, warum geht dann ein Mitarbeiter des Oberen Managements des Werra - Meißner - Kreises zusammen mit einem Medium zur Tempelanlage?
Und es sollte nicht das einzige Medium bleiben. So wurde uns berichtet, dass eine medial veranlagte Frau den Weg vom Teich zum Altarstein gegangen ist und gesagthat: "Um den Teich ist eine sehr gute Energie und die Waldgeister wären deutlich spürbar. Aber auf dem Weg zum Altarstein wäre viel Bewegung drin und viel Leid zu spüren, als ob viele Menschen da hoch getrieben worden wären."
Fragen über Fragen, Autoren, die sich teilweise in ihren Büchern selbst wiedersprechen aber keine einzige klare Aussage.
Kann man nicht, oder will man nicht?

Anzumerken ist noch, wie bereits von Herrn Dovidat erwähnt, dass der Hohe Meißner auf dem 51. Breitengrad liegt.
Genau wie Stonehenge.
Wir haben noch einmal die Tempelanlage nachgemessen. Das Ergebnis war verblüffend.
Stonehenge 51,1
Tempelanlage 51,1 - Also bis auf die Kommastelle genau.

Dazu kommt noch, dass Marko Pogacnik (ein slowenischer Künstler, welcher sich seit vielen Jahren Kultplätzen widmet und deren Energiefluß wiederherstellt) vermutet, dass der Hohe Meißner das mögliche Herzchakra Europas ist.
Alles Zufall? Da es für uns keine Zufälle gibt erübrigt sich die Antwort.

 

Obwohl wir schon seit einigen Wochen wieder zu Hause, in Bielefeld, sind lässt uns der Hohe Meißner nicht mehr los.
Gerade in einer Zeit, in der die Erde die alte naturverbundene Religion so nötig hat, war es für uns ein überwältigendes Erlebnis, sie in so einer intensiven Form wie auf und um den Hohen Meißner anzutreffen.

Wir bedanken uns bei Herrn Dovidat und Frau Wallbraun für die Tipps, Wegbeschreibungen und anregenden Gespräche, für ihre Unterstützung und Offenheit und das Interesse an unserer Arbeit.

Und eins steht fest - Wir kommen wieder!

Bianca Krodel und Gerd Salzsieder
Bielefeld

Zuletzt geändert am: 03.09.2009 um 17:46

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